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Fair Fashion – ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Fair Fashion – ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Wissenswertes über Fair Fashion. Was ist Fair Fashion, warum es wichtig ist und was Ihr tun könnt.

Was ist Fair Fashion?

Man hört leider viel zu oft von den schlechten Arbeitsbedingungen, die bei der Produktion von Bekleidung herrschen. Es gibt Millionen Menschen in China, Indien, Bangladesch und vielen anderen Ländern, die für einen Hungerlohn den gesamten Tag unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten.

Es ist klar, dass dieses Problem bekämpft werden muss. In den letzten Jahren sind einige potenzielle Lösungen für das Problem gefunden worden. Eine Lösung, welche sich sogar zum Trend entwickelt hat, ist Fair Fashion. In diesen Artikel finden Sie alles wissenswerte über Fair Fashion.

Fair Fashion ist ein Modetrend, der in den letzten Jahren groß geworden ist. Im Gegensatz zu den allermeisten Modetrends ist er jedoch nicht materieller Natur. Hinter dem Trend steckt die Idee Kleidung zu kaufen, die bewiesenermaßen unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Auf diese Weise versuchen viele Menschen gegen die meist schlechten Arbeitsbedingungen in er Modeindustrie zu kämpfen.

Die drei Hauptmerkmale von Fair Fashion sind Nachhaltigkeit, ökologische Produktion und faire Produktion.

Die Hauptmerkmale

Nachhaltigkeit bedeutet in diesen Zusammenhang, dass die Ressourcen für die Kleidungsproduktion nicht ausgebeutet werden, sondern geplant genutzt werden. Nachhaltige Ressourcen sind solche, die wieder nachwachsen werden, wenn man Sie bewusst abbaut. Zum Beispiel ist Holz eine Ressource, die nachwächst. Wenn man jedoch den Wald komplett abholzt können auch keine Bäume mehr nachwachsen.

Ökologische Produktion heißt, dass die Kleidung in Fabriken hergestellt wird, die die Umwelt möglichst gering belasten. So werden zum Beispiel weniger Bleichmittel oder andere Chemikalien bei der Produktion von Fair Fashion verwendet. Wenn diese Chemikalien in die Umwelt geraten können Sie große Schäden verursachen. Nicht nur in der Fabrik wird auf die Umwelt geachtet, sondern während des gesamten Produktionsprozesses.

Zu guter Letzt fehlt noch die faire Produktion. Fair bedeutet in diesen Zusammenhang, dass die Arbeitskräfte in den Fabriken fair behandelt und bezahlt werden. Konkret heißt dies, dass die Menschen ausreichend Lohn bekommen. In Bangladesch zum Beispiel deckt der Mindestlohn 60% der Kosten, die man hat, wenn man in einen Slum lebt. Slums sind die schlechtesten Viertel einer Stadt in dem die Menschen meist in selbstgebauten Hütten leben und täglich mit Kriminalität zu kämpfen haben.

Das allerwichtigste ist, das die Menschenrechte beachtet werden. Fabriken, die ihre Arbeiter über 12 Stunden ohne Pausen am Tag arbeiten lassen missachten die Menschenrechte.

Zudem erkranken leider viele Fabrikarbeiter durch die vielen Chemikalien, die Sie ungeschützt handhaben müssen in den Fabriken. Dies kann Folgen für das gesamte Leben haben. In vielen Fällen sind die Lungen der Arbeiter so geschädigt von den Chemikalien, dass Sie für den Rest ihres Lebens Atemprobleme haben. Nicht nur Krankheit, sondern auch Unfälle sind an der Tagesordnung in diesen Fabriken. Nicht selten sterben Menschen durch die unsicheren Arbeitsbedingungen.

Zusätzlich wird darauf geachtet, dass keine Kinderarbeit genutzt wird, um die Kleidung herzustellen. Kinderarbeit ist ein sehr großes Problem in der dritten Welt, da Familien oft ihre Kinder arbeiten lassen müssen, um genügend Geld zum überleben zu verdienen. Der faire Lohn hilft Kinderarbeit zu bekämpfen. Technisch gesehen ist Kinderarbeit in den meisten Ländern verboten, doch die Gesetze werden in diesen Ländern nicht umgesetzt. Man schätzt, dass ca. 11% aller Kinder auf der Welt arbeiten müssen.

Wie entstand Fair Fashion?

Fair Fashion hat seinen Ursprung zusammen mit der Umweltbewegung und sind bis heute eng miteinander verbunden. Das Buch von Rachel Carson „Silent Spring“ kam 1962 in den Handel und hat die Öffentlichkeit auf die Verschmutzung aufmerksam gemacht, die aus den Kleidungsfabriken der dritten Welt entstand.

In den 80er Jahren begannen die ersten großen Unternehmen etwas ähnliches zu Fair Fashion in ihr Sortiment aufzunehmen. Esprit und Patagoni, heute Patagonia, waren die ersten. Die beiden Unternehmen versuchten Rohstoffe nachhaltig zu nutzen, um so den Schaden für die Umwelt zu reduzieren. Damit erfüllten die beiden Konzerne eines der drei Hauptmerkmale von Fair Fashion.

In den 90er und 2000er wurde die Idee von Esprit und Patagoni von immer mehr Marken aufgegriffen. Sehr viele Marken fingen an ihre Kleidung nachhaltiger zu produzieren als Sie es vorher taten. Leider konnten die großen Unternehmen dies nicht ganz umsetzen. Bis heute versuchen große Unternehmen nachhaltiger zu produzieren, doch dies ist sehr schwer für große Unternehmen, da es viel zu viel zu überwachen gibt.

Mit dem aufkommend es Internets wurde zum Glück eine Lösung für dieses Problem gefunden. Online konnte jeder seine Fair Fashion anbieten, wie er möchte. Seit dem können Umweltbewusste Käufer Online ganz einfach echte Fair Fashion kaufen und müssen sich nicht auf die halbherzigen Versuche der großen Konzerne verlassen.

Was sollte man als Konsument tun?

Sie selbst können einiges Beitragen, um die schlechten Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung von Ressourcen zu verringern. Das beste ist natürlich, wenn Sie Fair Fashion kaufen, dann können sie nämlich sicher sein, dass niemand ausgebeutet wird bei der Produktion. Doch es gibt noch weitere Sachen, die Sie tun können.

Wenn Sie Kleidung kaufen sollten Sie auf Siegel achten. Es gibt Siegel für verschiedene Dinge. Zum Beispiel gibt es das GOTS und das IVN Best Siegel. Das GOTS Siegel steht dafür, dass Kleidung mit diesen Siegel entweder aus Recycling-Fasern besteht oder aus Naturfaser. Das IVN Best Siegel ist das strengste Siegel, dass es heutzutage gibt. Leider ist dieses selten zu finden. Wenn Sie Kleidung mit dem IVN Best Siegel finden können Sie sich sicher sein, dass Sie diese ohne Bedenken kaufen können.
Andere Siegel zeigen ihnen, dass die Kleidung mit „Fair Cotton“ , also fairer Baumwolle hergestellt wurde. Dies bedeutet, dass die Baumwolle, die zur Produktion genutzt wurde, Fair Trade ist.

Wieder andere Siegel stehen für bessere Arbeitsbedingungen. Zum Beispiel das Fair Wear Foundation Siegel. Das FWF ist eher ein Verein als ein Siegel, da sich alle Mitglieder dazu verpflichten Sozialstandards einzuhalten und ihren Mitarbeitern einen fairen Lohn zu zahlen.

Außerdem sollten Sie darauf achten Kleidung solange zu nutzen, bis es nicht mehr geht. Viele Menschen haben ganz viele T-Shirts und ähnliches im Kleiderschrank, die Sie gar nicht mehr anziehen. Anstatt die T-Shirts wegzuschmeißen oder liegen zu lassen verschenken Sie doch lieber die Kleidung oder spenden Sie Sie. So werden die bereits produzierten T-Shirts möglichst lange genutzt und die Ressourcen der Welt werden geschont. Denken Sie vor dem Kauf eines neuen Kleidungsstücks darüber nach, ob Sie dieses auch wirklich sinnvoll nutzen werden.

Auch beim Waschen ihrer Kleidung können Sie darauf achten nachhaltig zu sein. Wäsche wasen verbraucht Strom und Wasser. Am besten Waschen Sie ihre Kleidung nur wenn nötig und nur, wenn Sie eine ganze Waschmaschine voll kriegen, damit Sie Strom und Wasser sparen. Zudem sollten Sie normale Wäsche bei 30 Grad waschen, da diese dann bereits sauber wird und weniger Energie verbraucht.

 
Probleme mit Fair Fashion

Fair Fashion ist ein sehr noble Idee, die immer besser umgesetzt wird. Doch leider gibt es ein paar Probleme mit Fair Fashion, die in der Zukunft mit Sicherheit bekämpft werden können.

Das sogenannte Greenwashing ist eine Taktik vieler großer Konzerne bei der Sie ihre Kleidung als nachhaltig vermarkten. Dies mag zu einen gewissen Standard stimmen, doch die Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, faire Löhne und die Umwelt werden dabei nicht beachtet. Viele Konsumenten glauben solcher Werbung blind und erkundigen sich nicht weiter über die Kleidung.

Organische Baumwolle wird oft als Herstellungsmaterial für Fair Trade Fashion genutzt. Das Problem ist, dass diese Baumwolle weniger als 1% der weltweiten Baumwollproduktion ausmacht. Organische Baumwolle ist aufwendiger anzupflanzen und produziert weniger Baumwolle, als es normale Baumwollpflanzen tun. Das bedeutet, dass die Landwirte weniger Geld mit der organischen Baumwolle verdienen und deshalb diese nicht anbauen möchten.

Viele Menschen glauben, es ist sinnvoller Kleidung zu kaufen, die in Europa produziert wurde, damit keine Menschen in der dritten Welt für die Produktion ausgenutzt werden. Das Problem dabei ist, dass die Fabriken in der dritten Welt oft der einzige Arbeitgeber in der Region sind und die Menschen dort auf die Arbeit in der Fabriken angewiesen sind. Wenn die Nachfrage aus Europa sinkt werden dort Menschen entlassen. Dies ist leider ein sehr komplexes Problem.

Zusammenfassung

Fair Fashion ist einer der wichtigen Schritte in die Zukunft. Menschen müssen darauf achten, dass es jeden auf der Welt gut geht und nicht nur einen selbst. Menschen die Fair Fashion kaufen achten darauf, dass die Umwelt geschützt wird, das Arbeiter fair bezahlt werden und das Sie unter guten Bedingungen arbeiten können.

Konsumenten können vieles tun, um die Fair Fashion Industrie zu unterstützen,. Neben den Kaufen von Fair Fashion können Sie auf weitere Siegel achten und darauf achten, dass Sie beim Waschen weniger Strom und Wasser verbrauchen.

Es mag ein Paar Probleme mit Fair Fashion geben, doch das sollte Sie nicht davon abhalten von echten Fair Fashion Marken Kleidung zu kaufen.

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